Als Redakteur von Impro-News.de hatte ich dieses Jahr das große Vergnügen im Rahmen der Impro 2012 der Gorillas ein Interview mit Mike Fly aus Kanada zu führen.
Das spannende an diesem Interview ist nicht nur das, was Mike über die Unterschiede von Improvisationstheater in Kanada erzählt, sondern auch die Art, wie es entstanden ist. Wir waren nach seinem Workshop in Berlin Kreuzberg unterwegs, um einen vegetarischen Burger zu essen. Das Interview ist also eine Art Field-Recording. Mir hat es auf alle Fälle großen Spaß gemacht, obwohl es unvermittelt abbricht.
Erschienen ist das Interview mit den verlinkten Videos auf Impro-News.de. (Hier gibt es auch einen Online-Player.)
Am kommenden Samstag findet auf dem Rüdesheimer Platz in Berlin das 1. EMIL CAUER KULTURFEST statt. Organisiert von den Freunden des Rüdesheimer Platzes soll es ein Kulturprogramm für Jung und Alt geben. Die Veranstalter fordern auf: “Lasst euch entführen in die Welt der Literatur.”
Stimmspieler und Schausprecher Dirk Lausch
Aber wer werden die Entführer sein? Unter anderen wird es eine Lesung mit Dirk Lausch, dem Stimmspieler und Schausprecher und mir geben. Meine Aufgabe wird aber nicht das Vorlesen, sondern das Improvisieren sein. In unserem Format “Lesung trifft Impro” versuchen wir das Festgeschriebene mit dem spontan Flüchtigen zu verbinden.
Wir entführen also mit geschriebenen und improvisierten Worten nach den Ideen des Publikums in die Literatur. Ich freue mich sehr auf diese Auftritte mit Dirk Lausch, da sie mich maximal herausfordern und an die Grenzen meiner improvisatorischen Fähigkeiten bringen. Denn aus dem Stehgreif einem Goethe, einem Tucholsky, einem Evers oder wem auch immer nachzueifern, ist nichts, was man so nebenbei macht. Aber wenn schon Improvisation, dann richtig! Nicht umsonst trägt das Format den Untertitel: “Einer liest, der andere spinnt.”
Also Hände hoch, dass ist eine Entführung!
Wann: 12.05.2012, ab 17 Uhr Wo: Rüdesheimer Platz am Brunnen, Karte
Durch den Podcast NSFW bin ich auf ein sehr spannendes Video aufmerksam geworden. Darin hält John Cleese von Monty Python einen Vortrag über Kreativität.
Seine 5 wichtigesten Punkte, um kreativ zu sein, sind:
Raum schaffen
Zeit haben
Zeit lassen
Experiemtierfreudig sein, damit man in eine offene spielerische Haltung gerät
Humor
…naja und endlos viele Witze übers Glühbirnenwechseln.
Kreativität und Improvisation
Bis auf die Glühbirnenwitze erinnern mich seine Ausführungen genau an das, was man für eine gute Improvisation benötigt. Der zu schaffende Raum ist hier das Umfeld, in dem man improvisieren will. Je konzentrierter und fokusierter der Raum, das Theater, die Bühnensituation ist, desto besser.
Die Zeit ist eine wichtige Frage: Ich werde für Auftritte immer wieder gefragt, wieviel Zeit man denn für so einen improvisierten Auftritt bräuche. Das möglichst Kürzeste wären etwa 30 Sekunden, aber um wirklich mit dem Publikum in Kontakt zu treten und daraus etwas zu wertvolles zu erschaffen, sollte ein Auftritt m. E. mindestens 30 Minuten dauern.
In der abgesteckten Zeit sollte man sich auch Zeit zum Spielen lassen. Denn genial wird man nicht auf Knopfdruck, sondern nur durch Inspiration. Aber Inspiration kann man nicht erzwingen. Deshalb braucht es Pausen, die Möglichkeit neu anzufangen und Geduld.
Die Experimentierfreude beschreibt Cleese als eine Situation, in der keine Idee als schlecht oder falsch abgetan wird. In der Improvisation ist es das “Ja, und…”, das Annehmen der Ideen der Mitspieler, das grundlegende Akzeptieren.
Und der Humor. Ja der Humor ist in der Improvisation ebenfalls ein wichtiges Mittel, dass Spieler und Zuschauer auf die angenehmste Art verbindet. Cleese unterscheidet aber auch zwischen Humor und Albernheit. Das sollte man ebenfalls in der Improviastion beachten, denn an Albernheiten verlieren die Zuschauer schnell das Interesse. Jedoch entsteht Humor in der tiefsten Ernsthaftigkeit, wenn man sie nur zuläßt.
Und die Glühbirnenwitze? Ich rate in jedem Fall von Ihnen ab, zumal die meisten Glühbirnen in Europa illegal sind!
Das Grips in Berlin ist eine Institution. Ein Jugendtheater, dass unzählige Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung begleitet hat. Wie fast alle Theater hat es mit der Finanzierung zu kämpfen und steht nun vor der Insolvenz, wie Kulturkurier inside auf Grund einer Pressemitteilung berichtet.
Zurzeit läuft eine Pdeition auf www.openpetition.de von Berliner Eltern initiirt, die vom Berliner Bürgermeister den Erhalt des Grips fordern. Wer sich beteiligen möchte, der kann gern die Pedition hier zeichnen: Petition zum Erhalt des Grips!
In den letzten Monaten ist es auf diesem Blog sehr still geworden. Und heute (24.04.2012) präsentiert er sich als komplette Baustelle. Aber dennoch ist alles besser!
Das liebe Team von theaterblogs.de hat gewerkelt und gebastelt, um meinen Wunsch nach neuster Software und mehr Autonomie nachzukommen. Leider musste man mich dafür aus dem Portal vorerst ausgliedern. Meine Beiträge sind zurzeit nur unter den externen Blogs zu finden. Dafür kann ich nun schalten und walten, wie ich will. UND!!! Nun habe ich sogar die Möglichkeit von unterwegs zu posten (Dieser Beitrag ist schon so entstanden .
Es liegt zwar noch eine Menge Arbeit vor mir, aber ich sehe dem mit Vergnügen entgegen. Einige Punkte auf meiner Liste sind:
• mehr Regelmäßigkeit durch höhere Erreichbarkeit durch mich
• bessere Einbindung von externen Medien, Feeds uvm.
• einige Unterseiten zu mir und verschiedenen Projekten, um z.B. auch Unterlagen zum Download anzubieten
• bessere Einbindung von Twitter, Flattr und anderem sozialen Gedöns
Wie schnell ich meine ToDo-Liste abarbeiten werde, weiß ich nicht. Doch die Motivation stimmt jetzt wieder!
Update: 30.04.2012: Die Arbeiten sind schon etwas voran geschritten.
+ Das Design wurde von mir angepaßt – es gibt nun rechts zwei Seitenspalten
+ Zu allen Artikeln gibt es jetzt einen automatisch generieten Flattr-Knopf.
+ meine nächsten Auftritte auf der Bühne kann man nun unter “Auf der Bühne” finden
+ Links zu Projekten, an denen ich beteiligt bin, gibt es unter “Projekte Projekte”
- die Einbindung von selbst hochgeladenen Bildern funzt noch immer nicht
- ich bin noch sehr unzufrieden mit dem Design!
Eigentlich ist das kein Thema für einen Theaterblog – anderer seits geht es uns alle an. Denn das Internet bedeutet unter anderem Freiheit an Information, Meinungsäußerung und Kommunikation. Wir Kunst- und Kulturschaffenden sind in besonderem Maße aufgefordert, auf diese Güter aufzupassen, denn wir werden die ersten sein, die darunter leiden…
Worum geht es? Es geht um ACTA, ein als Handelsabkommen getarnte Vereinbarung zum Schutz von Rechten, die eine unermäßliche Gefahr für uns darstellt. Ich kann das hier nicht so gut zusammenfassen und empfehle den Wikipedia-Artikel zu ACTA sowie dieses Video – es bringt das Wichtigste auf den Punkt.
Was kann man tun? Öffenltichkeit herstellen, Aufregung erzeugen, Politiker anschreiben, es auf die Bühnen tragen, in Facebook werfen und was Euch noch so einfällt.
In der letzten Ausgabe von FrequenzKultur sprachen Stephan Ziron und ich mit Sören Fenner, dem Betreiber von Theaterjobs.de und Theaterblogs.de. Es ist ein sehr spannendes und interessantes Interview geworden. Wir sprachen über Sörens Kariere, sehr viel über Musicals, die Idee zu Theaterjobs.de und Theaterblogs sowie seine politische Arbeit.
Absolut hörenswert, wie ich finde. Danke an Sören.
Dave Morris aus Victoria in Kannada traf ich im letzten Jahr auf dem Internationalen Improvisationstheater Festival der Gorillas in Berlin. Wir führten ein sehr schönes Interview – was leider noch immer unveröffentlicht ist. Ein sehr angenehmer und wunderbarer Improvisierer, was er nicht zu letzt auf der Bühne bewiesen hat.
Im folgenden Video spricht er über den Weg der Improvisation und macht darin die Grundzüge sehr knapp und witzig deutlich.
Bereits im letztem Jahr hat ein Projekt begonnen, dass sich auch mit improvisierten Theater beschäftigt. FrequenzImpro ist ein Podcastprojekt, dass sich rund um das Thema Improvisation rangt. Konzepiert wurde es von Stephan Ziron und mir und bisher immer sprechkräftig mit dabei war Georg Weisfeld. Idee des Podcasts ist es, die verschiedenen Bereiche des improvisierten Theaters in kurzen Folgen (rund 20 Minuten) zu beschreiben und in einer Diskussion zu umreißen. Die bisherigen 5 Folgen sind unter dem Dach von Frequenz9 erschienen:
Ach, dass Semseter ist schon fast wieder vorbei… Na fast… Bevor es für die StudentInnen der HNEE in die Prüfungszeit geht, spielt die Freie Studentenbühne Eberswalde ein letztes Mal in diesem Semester im Studentenclub auf. Diesmal gibt es ein Match, wobei WIR gegen UNS spielen…
Mehr als dies, kann man über den Abend nicht sagen, denn es wird wieder improvisiert nach den Vorgaben des Publikums. Der kleine große Unterschied ist einfach, dass die Zuschauer Punkte vergeben dürfen – und welche Mannschaft am Ende die meisten Punkte hat, darf als Sieger nach Hause gehen. Das klingt zwar nach hartem Wettkampf, aber WIR gönnen UNS auf alle Fälle den Sieg und UNS würde es freuen, wenn WIR gewinnen.
In dem Sinne – WIR sehen UNS.
Wo: Studentenclub Eberswlade - Schicklerstraße 1 16225 Eberswalde
Wann: 18. Januar 2012, 20:30
Wie viel: nix – aber gern eine Spende am Ende