— Impro —

Lesung trifft Impro im Artroom

Am morgigen Samstag spielen mein Kollege Dirk Lausch und ich erstmals im Artroom Berlin unser besonderes Format “Lesung trifft Impro”. Die Idee ist, dass die Zuschauer Texte mitbringen, Dirk Lausch diese liest und ich mir etwas ausdenke, was ich dazu improvisiere.

Wir werden unter der Flagge des Theaters ohne Probe nun regelmäßig im Artroom dieses Format spielen – als Sonderformat. Darüber freue ich mich ganz besonders, denn so wird es nun regelmäßiger “Lesung und Impro” geben. www.theater-ohne-probe.de/formate/lesung-trifft-impro/

— Impro —

Spielorte und Eintrittspreise – Folge 19 von FrequenzImpro

Am Samstag erschien die neuste Folge von FrequenzImpro. Stephan Ziron und ich sprachen auf Anregung eines Hörers über das Finden von Spielorten und die Höhe von Eintrittspreisen. Die Folge zu hören und kommentieren gibt es drüben bei Frequenz9.de:

FrequenzImpro: Folge 19 – Spielorte & Eintrittspreise

— Theater —

Werbung mit QR Codes

Wenn man selbst Kunst und Kultur organisiert, dann muss man dafür auch Werbung machen. Postkarten sind ein häufig genutztes Mittel. Für Berlin fürchte ich oft, dass die Schwemme an Postkarten eher gegenteilige Effekte hat, aber es ist vielleicht die einfachste und kostengünstigste Variante. Nun spielen wir vom Theater ohne Probe an verschiedenen Orten verschiedene Formate. Immer wieder stehen unsere Termine oder das gewählte Format jedoch erst recht kurzfristig fest, so dass sich dafür eine extra Postkartenproduktion einfach nicht lohnt. Daher haben wir uns für eine allgemeine Postkarte fürs Theater ohne Probe entschieden, auf der weder Termine noch Formate stehen.

Um die allgemeinen ToP-Postkarten aber auch als Werbeträger für besondere Formate zu nutzen, verwende ich bedruckbare Aufkleber. Nun will ich aber nicht nur den Titel des Formats, Datum, Zeit und Ort auf der Postkarte haben. Am liebsten hätte ich natürlich, dass die/der PostkartenleserIn auf unserer Homepage surft, wo sie sich weiter informieren und am besten gleich Karten reservieren kann. Dafür experimentiere ich erstmals mit QR-Codes.

Foto  von Postkarte, auf die ein QR Code geklebt wurde

ToP-Postkarten mit QR Code

QR-Codes (Quick Response) verbreitet sich als einfache Möglichkeit Webadressen zu vermitteln immer mehr, weil auch immer mehr Menschen über ein Smartphone verfügen, mit dem das Scannen einfach ist. Zum Erstellen der QR-Codes verwende ich die Seite http://www.qrcode-monkey.de/. Da kann man nicht nur Webadressen eintragen, sondern auch Texte, Telefonnummern oder vieles andere mehr. Wer nun diesen Code scannt, wird entweder direkt auf die entspreche Webseite weitergeleitet oder bekommt die enthaltenen Information angezeigt. Ob und wie es für die Zielgruppe funktioniert, läßt sich für mich leider nur raten, da ich keine belastbaren Zugriffsdaten auf unsere Homepage habe. Ich denke dennoch, dass es sich lohnt an der Sache dran zu bleiben.

Eine erste Erfahrung kann ich aber schon weitergeben. Wichtig ist, dass die QR-Codes genügend Kontrast haben. Ursprünglich wollte ich die QR-Codes im ToP-Orange drucken, wobei ich aber feststellen mußte, dass es da immer wieder zu Problemen mit dem Scan kam. Die Codes in Schwarz bereiten hingegen keine Probleme. Testen kann man das gleich hier oben im Foto – einfach das Smartphone ranhalten und scannen.

Mich würde noch interessieren, ob hier jemand mitliest und auch QR-Codes verwendet? Funktionieren QR-Codes für Euch? Oder habt Ihr Fragen?

— Impro —

Pantomimische Waffen

Wenn man Impro unterrichtet, gibt es keine Frage, wenn man vorschlägt, dass man das pantomimische Öffnen einer Tür üben will. Wenn man aber die Verwendung von Schusswaffen zeigt, gibt es – sicher zu Recht – fragende Blicke. Jedoch spielen wir mit Waffen auf der Improbühne nicht viel seltener, als mit Türen.

Der entscheidende Punkt ist, dass man nicht mit dem Finger, sondern mit einem Gegenstand in der Hand jemanden bedroht. Dieser Gegenstand ist schwer, aus einem bestimmten Material und gefährlich. Man kann ihn gut kennen, ihn lieben oder Angst empfinden. Das alles erzählt sehr viel. Warum nicht damit spielen?  

Um Waffen einiger Maßen vernüftig darzustellen, sollte man sich mit den verschiedenen Arten (allein Schusswaffen gibt es unzählige) und deren besonderen Eigenschaften beschäftigen. Ein Langschwert z. B., das im Mittelalter von Rittern genutzt wurde, wiegt weit mehr als 10 kg – damit kämpft man nicht lang. Ein Revolver ist anders zu bedienen, als eine moderne Automatikwaffe. Und die großkaliebrigen Schusswaffen haben auch einen starken Rückstoß.

All das muss man sicher nicht beachten, sollte man aber, wenn man eine Waffe zu dem auf der Bühne machen will, was sie ist: gefährlich.

— Impro —

Live vom ersten Berliner Impro-Marathon

Nach Wochen der Organisation startet heute (27.04.2013) der 1. Berliner Impro-Marathon in der Brotfabrik Berlin. Es soll 12 Stunden lang improvisiert werden und ich will das Experiment eines regelmäßigen Updates auf dem Blog wagen.

3:23: Das Finale mit allen anwesenden Spielern auf der Hauptbühne war ein voller Erfolg. Alle sind glücklich über die Zeit und die Bühnen hinweg gespielt zu haben. So, nun aber ab ins Bett.

2:30: Ende auf der Probebühne. Das Finale der P18 Impro Show war eine komplette Zombiapokalypse. Es hat extrem gut funktioniert Impro mit Themen nur für Erwachsene zu spielen. Das kann man öfter versuchen.

1:00: Start des letzten Experiments: P18 Impro. Mal sehen, was das wird…

23:43: Langsam schleicht sich die Müdigkeit ein. Die Kraft läßt nach, aber auch der innere Zensor. Es geschieht, was geschehen soll…

22:47: Es war soviel los, dass ich jetzt erst wieder zum Schreiben komme. Der Regen hat den Platz weggespühlt, aber mehr Zuschauer in die Bühnen. Nun höre ich mir mal das Klavierkonzert an.

16:38: Noch immer könnte mehr Publikum kommen. Habe nun schon auf der Hauptbühne, dem Salon und dem Platz gespielt.

15:18: Ein Start, der einem richtigen Marathon in nichts nachsteht. 30 Leute stürmen 7 Bühnen. Nur die Zuschauermassen bleiben NOCH aus.

13:45: Aufbauten sind im vollen Gang. Die Spieler treffen ein. Der Caligariplatz wurde mit Markierungen versehen. Count Down läuft.

12:20: Letzte Telefonate und Koordination – es geht von einem Herzinfarkt in den nächsten. Duschen, denn dass kann man den Kollegen nicht antun und dann los in die Brotfabrik.

11:00: Frühstück für Sportler: Nudeln mit Ei, Bohnen und Tomatensoße. Nur der Kaffee paßt nicht so ganz, musste aber sein.

9:41: Aufstehen und letzte Vorbereitungen treffen. Als einer der Organisatoren muss ich schon 2,5 Stunden vor dem Startschuss da sein.

— Impro —

Regie in der Improvisation

Spätestens bei Gorillatheaterformaten kommt die Frage auf, wie führt man Regie?
 
Am Anfang steht die zentrale Frage: Spiele ich einen Regisseur oder führe ich Regie und versuche eine Vision umzusetzen? Ich würde stets zu zweitem raten.
 
Danach hätte ich noch 3 gut gemeinte Ratschläge:
 
1. Nimm nicht zu viele Vorgaben. Nicht mehr, als für eine normale Szene. Also vielleicht 3, maximal 4.
 
2. Habe eine Vision für Deine Szene, aber lass sie fahren, sobald die Kollegen spielen. Wenn es gut läuft, muss ein Regisseur in die laufende Szene nicht mehr eingreifen. Der Spieler drauße sollte sich mehr als Fallschirm verstehen und nur eingreifen, wenn was in der Szenenmechanik schief läuft.
 
3. Ulrich Mühe verstand unter Regie das Verbreiten von guter Laune. Wenn man sich auf etwas in der Szene konzentrieren will, dann darauf den Spielspaß der Kollegen zu erhalten. Wie das gelingt, hängt an den Vorlieben der Spieler, die man bei festen Gruppen kennen sollte.
 
Sonst bleibt nur üben, denn es ist noch kein Regisseur vom Himmel gefallen.

— Impro —

Lesung trifft Impro auf der Open Stage der Aky Lounge

Am kommenden Freitagen spielen mein Kollege Dirk Lausch und ich wieder unser besonderes Format “Lesung trifft Impro” auf der Open Stage der Aky Lounge. Die Idee ist es, dass die Zuschauer Texte mitbringen, Dirk Lausch diese liest und ich mir etwas ausdenke, was ich dazu improvisiere.

Wir bewerben mit diesem Auftritt auf der Open Stage nicht nur den Impro-Freitag in der Aky Lounge, der von den Peperonis und dem Theater ohne Probe bestritten wird. Wir beginnen damit auch dieses Format unter dem Namen des Theaters ohne Probe zu spielen – als Sonderformat. Darüber freue ich mich ganz besonders, denn so denke ich, wird es regelmäßiger Lesung und Impro geben. www.theater-ohne-probe.de/formate/lesung-trifft-impro/

— Theater —

Es ist gut: Smartphone in der Kulturveranstaltung

Das Portal livekritik.de rief mit der Frage: Via Smartphone live aus einer Kulturveranstaltung berichten – gut oder schlecht? zu einer Blogparade auf. Dabei schreiben Autoren anderer Blogs Artikel um die Frage zu beantworten, was ich hiermit tun will: Es ist gut.

Persönlich konnte ich drei positive Erfahrungen zum Socialmedia-Einsatz in und um Kulturveranstaltungen machen.

1. Ein spontanes Twittertreffen

Seit dem 5. August 2008 bin ich auf Twitter aktiv. Sicher bin ich nicht der “beste” Twitterer, aber ich mag die Leute, denen ich da folge und mit denen ich im Austausch stehe. Auf der diesjährigen Impronale in Halle saß ich neben zwei Improkollegen, die ihrerseits Twitter nutzen. Bei der Suche nach Schlagwörtern, stießen wir noch auf einen Twitterer, der ebenfalls mit uns im Saal war. Nach Aufstehen und Winken vor der ersten Show, verabredeten wir uns in den Pausen im Foyer. Es stellte sich heraus, dass er kein Improspieler war, sondern ein interessierter Zuschauer. Also konnten wir uns angeregt unterhalten, was für beide Seiten spannend war, da wir auf verschiedene Dinge achteten. (Wir folgen uns übrigens bis heute.)

2. Die Vorgabenmaschiene

Mit meinem Ensemble vom Theater ohne Probe, haben wir in den letzten Shows die Zuschauer aufgerufen, uns während der Pause via Twitter oder Facebook Vorgaben für die zweite Hälfte einzusenden. Die Reaktionen waren verhalten, aber die Vorgaben schön, da sie überlegt waren. Natürlich hat noch nicht jeder ein internetfähiges Smartphone, aber es werden immer mehr. Wir sind auch bei weitem nicht die einzige Improgruppe, die sich Vorschläge über diese Kanäle einholt. So fragt zum Beispiel Paternoster regelmäßig zur Pause nach Vorgaben oder auch die Improbanden experimentierten bereits mit einem Twitterfall.

3. Wissen macht Neugier

Zur Hauptfrage der Blogparade gab es mehrere Unterfragen, wobei ich auch auf die letzte mit einem klaren Ja antworten kann: Und würdet ihr von zu Hause eine solche Berichterstattung verfolgen? Warum ich mir sicher bin? Ich verfolge. Nur als ein Beispiel sei hier das 24 Stundentheater der Brotfabrik Berlin genannt, bei dem binn 24 Stunden 4 Theaterstücke geschrieben, inszeniert und aufgeführt werden.

Die Brotfabrik ist bei mir direkt um die Ecke und ich will schon seit mindesten 3 Versuchen eine der Vorstellungen vom 24 Stundentheater sehen. Leider hat es bisher terminlich nie geklappt. Was die Macher aber sorgfältig tun, ist über die 24 Stunden hinweg zu twittern und zu facebooken. Daher verfolge ich das Geschehen stets und das hat mein Interesse mehr als geweckt. Und dies ist nur das Projekt eines Theaters, dem ich auf Twitter folge.

Es ist gut!

Für mich steht fest, dass es gut ist und wer heute mit Schülern im Theater sitzt, der weiß, dass es Realität ist: Es wird mit dem Smartphon aus Kulturveranstaltungen berichtet. Als Improvisateur freue ich micht, in Zukunft vor, während und nach einem Auftritt mit den Zuschauern weiter zu interagieren. Was da noch für Potential verborgen liegt, läßt sich heute nur erahnen.

— Allgemein —

Dieses Blog ist bei den Ironbloggern Berlin

Wer nicht blogt, findet nicht statt. Deshalb blogge ich nun unter den eisernen Regeln der Ironblogger. Ein Blogpost pro Woche oder man muss Geld in die Bierkasse zahlen. Also, ab sofort wird hier regelmäßiger veröffentlicht.
Versprochen.
Ganz bestimmt!

— Impro —

Was will man von einem Veranstalter?

Am vergangenen Mittwoch (20.03.2013) improvisierte ich mit meinem stimmspielerischem Kollegen Dirk Lausch im Medienpoint Schöneberg. Der Medienpoint ist ein auf viel Freiwilligkeit beruhendes Projekt und kann deshalb vieles nicht bieten: Keine großen Gagen, keine moderne Bühne, kein tolles Backstage oder ein üppiges Catering. Aber braucht man das? Nein. Ich erwarte von einem Veranstalter, nur wenige, dafür aber um so wichtigere Eigenschaften:

1. Pünktlichkeit: Es ist schlimm, wenn man besonders im Winter zur verabredeten Zeit vor der Tür steht.

2. Verantwortlichkeit: Es ist sehr irritierend, wenn niemand verantwortlich ist oder sein will. Klar ist nicht immer alles perfekt und man kann auch mal verzichten oder sogar improvisieren. Kein Thema. Aber wenn man irgendwo hin eingeladen wird und man sich dann durchfragen oder um alles betteln muss, dass ist furchtbar.

3. Interesse: Ja, niemandem muss gefallen, was ein Künstler tut, aber wenigstens Interesse zeigen oder zumindest nicht stören, dass kann man erwarten.

Ich schreibe das nicht, weil es im Medienpoint Schöneberg daran fehlte – ganz im Gegenteil! Dort erfüllten die freundlichen Damen alle 3 Punkte mit AAA+. Und deshalb erst kam ich auf die Idee, dass hier aufzuschreiben, denn meist regt man sich auf, aber ich hatte einen wunderbaren Abend. Danke dafür an die freundlichen Damen vom Medienpoint Schöneberg.

Stromnetz in Bürgerhand